Cities of Change
Die Urbanisierung hat sich gerade in den letzten 50 Jahren dynamisch entwickelt. Heute leben fast die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten und Großstädten. Vor allem die Anzahl an Städte, die die 1-Million-Grenze überschritten haben, ist stark angestiegen. In Zukunft werden vor allem die Mega-Cities noch an
Einwohnerzahlen zunehmen. Viele der stark wachsenden Mega-Cities werden in Asien oder Südamerika sein. Der Trend zum rasanten Wachstum - auch der europäischen und nordamerikanischen Großstädte - bringt viele Herausforderungen für die städtischen Verantwortlichen mit sich. Schon heute stoßen viele Großstädte und Metropolen an ihre Infrastrukturgrenzen. Vor allem die Energieversorgungen, die Verkehrsinfrastrukturen oder die Abfallentsorgungen machen vielen Städten zu schaffen. Die Metropolen müssen sich auf neue nachhaltige Stadtkonzepte ausrichten, um diese Herausforderungen zu meistern. Die komplexen Stadtplanungen müssen heute auf viele Jahrzehnte ausgerichtet sein. Dramatische soziale, ökonomische und ökologische Herausforderungen kommen auf die Städte im 21. Jahrhundert zu. Vor allem Fragen zum Umweltschutze oder der Kriminalitätsbekämpfung müssen langfristig in vielen Großstädten eindeutig beantwortet werden. Die Globalisierung führt zu starken Veränderungsprozessen in den kulturellen Stadtentwicklungen. Viele Herausforderungen müssen die Metropolen vor allem in Bezug auf die Vorstädte annehmen. Heute findet man in den Metropolen schon eine klare Abgrenzung von mondänen und armen Stadtvierteln. Hier müssen soziale Lösungsansätze gefunden werden, um den Abbau von sozialen Benachteiligungen anzugehen.
Metropolen, wie New-York, London oder Paris, legen schon seit einigen Jahren viel Wert auf eine stärkere Polizeipräsenz, um rechtstaatliche Zustände auch in den Vorstädten zu garantieren. In Zukunft müssen die Städte noch mehr Lösungsansätze finden, um soziale Brennpunkte zu bekämpfen. Viele Stadtviertel in den Großstäten organisieren sich heute zunehmend mehr, um städtepolitische Entwicklungen zu beeinflussen. Moderne Städte bieten heute einen komplexen Mix aus Wirtschaftsraum und Kulturraum. Die am schnellsten wachsende Stadt der Welt ist Dhaka in Bangladesch. Die größte Stadt der Welt ist Tokio. Zu den Metropolen mit der höchsten Lebensqualität gehören nach internationalen Städte-Rankings: London, Paris, Sydney, Rom, Barcelona oder Amsterdam. Auch die US-amerikanischen Metropolen New-York oder Los-Angeles gehören zu den führenden Städten. Vor allem Berlin hat heute ein besseres internationales Image. Zu den teuersten Städten der Welt gehören zum Beispiel: Moskau, Tokyo, Hongkong, Seoul oder London. Tokio liegt an der Spitze bei den Lebenshaltungskosten. Durch den starken Euro sind viele europäische Städte, wie Zürich, Oslo, Kopenhagen, Genf oder Mailand, im internationalen Ranking der teuersten Städte nach oben gerutscht. Deutsche Städte, mit einer hohen Lebensqualität, sind zum Beispiel München, Düsseldorf, Frankfurt a.M., Hamburg oder Nürnberg.
Eine der liberalsten und weltoffensten Hauptstädte in Europa ist Amsterdam. Vor allem Metropolen in Asien, Indien oder Mittelafrika schneiden in den internationalen Städte-Rankings schlechter ab. Positiv sieht die Entwicklung in Teilen des südlichen Afrikas aus. Vor allem Südafrika hat viel für die Tourismus-Infrastruktur getan und wird durch die Fußball-Weltmeisterschaft im Jahr 2010 noch mehr in den internationalen Blickpunkt kommen. Wie sich die wirtschaftliche Krise auf die Städte und den Tourismus auswirkt, bleibt abzuwarten. Was die schönste und lebenswerteste Stadt der Welt ist, ist eine Frage der individuellen Erfahrungen jeden Bürgers. Vor allem die zahlreichen sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Wiedersprüche machen viele Metropolen erst interessant. Mit allen Metropolen verbindet man besondere Weltbauwerke und historische Kulturgüter.