Johannesburg

Johannesburg ist die größte Metropole im südlichen Afrika, die sich vor allem im Tourismus stark weiterentwickelt hat. Früher war Johannesburg das Zentrum des Bergbaus, wo Gold und Diamanten gehandelt wurden. Rund 3,2 Millionen Einwohner leben in der Hauptstadt der Provinz Gauteng. Seit der Abschaffung der Apartheit 1990 hat sich

die Stadt sehr dynamisch entwickelt. Viele Bewohner und Unternehmen sind in den letzten zwei Jahrzehnten in Stadtviertel außerhalb des Zentrums abgewandert, das vor allem die Kriminalität ein Problem ist. Zwischen Johannesburg und Pretoria liegt Midrand, eine Stadt mit rund 170.000 Einwohnern, wo sich internationale Konzerne niedergelassen haben. Durch die sehr gute Verkehrsanbindung an Johannisburg boomt Midrand seit Jahren als Unternehmensstandort. Das Kriminalitätsproblem von Johannesburg ist in den letzten Jahren im stark bekämpft worden. Vor allem im Innenstadtbereich ist die Sicherheit deutlich besser geworden und es haben sich wieder viele Geschäfte angesiedelt. Statistisch gesehen ging seit Anfang des neuen Jahrtausends die Kriminalität im Innenstadtbereich um fast 80 Prozent zurück. Trotzdem gehört Johannesburg noch zu den gefährlicheren Metropolen. Vor allem die Innenstadtzukunft von Johannisburg steht im Fokus der Stadtverantwortlichen. Wirtschaftlich hat sich die Stadt vor allem im Dienstleistungsbereich entwickelt. Vor allem auch Handelsunternehmen, Banken und Medien haben sich hier positioniert. Eine zentrale Rolle spielt der Tourismus in der Region. Johannesburg ist ein Tourismus-Verkehrsknotenpunkt im südlichen Afrika. Durch die 19. Fußballweltmeisterschaft in Südafrika sollen positive touristische Akzente gesetzt werden.

Im Soccer-City-Stadion (FNB-Stadion) von Johannesburg werden das Eröffnungsspiel der Fußball-WM 2010 und das Finale stattfinden. Das Stadium wird komplett umgebaut und befindet sich nahe dem Messezentrum und dem Township Soweto. In dem überdachten Stadion werden rund 95.000 Menschen Platz finden. Die gesamten Investitionen in die Fußball-WM werden laut Organisationskomitee über 800 Millionen US-Dollar betragen. Zu den Infrastrukturmaßnahmen gehören zum Beispiel der Ausbau des Airports Johannesburg oder die Erneuerung der Autostraßen rund um die Spielorte. Eine 80 Kilometer lange Eisenbahnstrecke zwischen Johannisburg und Pretoria (Gautrain) mit einem Hochgeschwindigkeitszug wird zur Fußballweltmeisterschaft gebaut. Vor allem auch die Infrastruktur im öffentlichen Nahverkehr soll durch den Fußball-Event verbessert werden. Busse und Sammeltaxis werden heute zum Transport im öffentlichen Nahverkehr verwendet. Die Johannesburger Vorortbahnen verbinden zahlreiche Stadtviertel und die Townships. Johannisburg unterteilt sich in 11 Verwaltungsviertel. Neben dem Zentrum gibt es das schwarze Wohngebiet Soweto, das südwestlich des Zentrums liegt. Soweto war bis 2002 eine eigenständige Stadt. Soweto besteht aus rund 30 Townships im Süden Johannesburgs. In Soweto gibt es sichere Gegenden, die von der schwarzen bürgerlichen Mitte bewohnt werden, und sehr unsichere ärmere Gegenden wie Kliptown. Auch Hillbrow gehört zu den unsicheren Gegenden. Zu den östlichen Vororten von Johannesburg gehören Yeoville oder Observatory, ein ruhiges Wohnviertel. Yeoville ist das Unterhaltungszentrum der schwarzen Bevölkerung. Vor allem die nördlichen Vororte, wie Parktown oder Houghton, sind von den wohlhabenderen Weißen bewohnt. Im nördlichen Stadtteil Sandton ist das Finanz- und Geschäftszentrum Johannesburgs entstanden. In Sandton findet man auch das größte Einkaufszentrum der Metropole. Nicht weit des prächtigsten Stadtviertels Johannesburgs liegt das ärmste Township Alexandra.

Die Innenstadt von Johannesburg ist vor allem von Bürokomplexen geprägt. Die Metropole ist keine klassische Touristenstadt. Die meisten Touristen sehen Johannesburg als Zwischenstadion, wo man nur eine oder zwei Tage bleibt, bevor man nach Kapstadt oder zum Krüger-Nationalpark weiterreist. Touristen sollten vor allem im Innenstadtbereich bleiben und sich einem professionellen City-Guide anschließen. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören zum Beispiel das Museum Afrika, das Diamant Building oder das Carlton Center. Von der Aussichtsplattform des Carlton Centers hat man einen schönen Blick auf die Metropole. Das Klima von Johannesburg ist meist sonnig und trocken und gut erträglich. In der Umgebung von Johannesburg kann man zum Beispiel den Royal Natal National Park besuchen. Man erhält hier einen Einblick in die Natur der Drakensberge. Großtierarten kann zum Beispiel im Suikersbosrand Nature Reserve beobachten. Auch die Naturschutzparks Rhino & Lion Nature Reserve oder Krugersdorp Game Reserve sind für Touristen atemberaubend.